Die Zeitung ist tot, lang lebe die Zeitung. So oder so ähnlich stellt sich die aktuelle wirtschaftliche Situation in vielen Verlagshäusern dar. Immer weniger Menschen kaufen eine auf Papier gedruckte Zeitung.
Das heißt aber nicht, dass sie sich nicht mehr über aktuelles Tagesgeschehen informieren. Ob sie dies nun über ihren Browser am Desktop, Tablet oder Smartphone machen, ja vielleicht sogar situationsbedingt verschiedene Endgeräte nutzen, soll doch für die Reicheweite eines Verlages nicht relevant sein, oder?
In einer aktuellen Studie, die im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) durchgeführt wurde, wird die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten gegenüber Zeitungsapps abgefragt. (u.a. auf der Website der RP Online nachzulesen) Siehe da, die Zahlungsbereitschaft ist vorhanden – und aus betriebswirtschaftlicher Perspektive für digitale Inhalte sogar durchaus “erwähnenswert”.
- Fakt ist, dass wir journalistische Inhalte lesen, eine Meinung dazu haben und darüber sprechen – gerüchteweise gibt es Menschen, die sogar bloggen…
- Fakt ist auch, dass immer mehr Zeitung für Tablets angeboten werden, hier im Speziellen natürlich für das iPad.
- Fakt ist aber auch, dass die Angebote häufig eine digitale Reproduktion der papierbasierten Versionen sind. Die Möglichkeiten der neuen nicht-papierbasierten Endgeräte wird nur mäßig genutzt und das eigentliche Wichtige fehlt.
- Den Fakt ist, dass es an innovativen Konzepten mangelt, dass an dem alten Geschäftsmodell der Verlagshäuser festgehalten wird und dieses Modell auf digitale Technik angepasst werden, sie aber nicht ausnutzen.
Vielleicht motiviert die Studie den ein oder anderen Entscheidungsträger mutig zu sein – der Markt belohnt es sicherlich.
Read More
