Erfolge feiern!

Wahnsinn. Die eigene Bestzeit geschlagen und endlich diese magische Grenze unterboten. Tolle Sache und das ausgerechnet heute.
Es regnet, ist dunkel bis grau, die Beine sind schwer und die Höhenmeter auf dem Rad gestern motivieren auch nicht gerade zum Laufen am Sonntag. Trotzdem werden die Schuhe geschnürt und die Zähne zusammen gebissen. Nach den ersten Kilometer läuft es dann besser und das Tempo wird angezogen – bei dem Wetter will man auch schnell wieder ins Warme. Bei Kilometer 7-8 ist klar, dass wird heute eine super Zeit.
Motivation pur, also noch eine Schippe drauf und nicht vom Ziel abweichen.
Geschafft - zur Belohnung gab es einen extra Nachschlag vom Abendessen und nächste Woche geht es dann wieder von vorne los.

Diese Woche zwei normale Einheiten am späten Abend mit etwa 7,5km in unterschiedlichem Tempo, eine Radroute mit grausamen Höhenmetern über rund 40km und eine neue Bestzeit über 10km am Sonntag.

Training ohne Wettkampf ist…

Ja, ich habe es getan, ich habe mich tatsächlich zu einem Halbmarathon angemeldet. Ende März ist es soweit und bis dahin müssen im Zuge der Duisburger Winterlaufserie noch eine 10km und eine 15km Distanz im Wettkampftempo zurückgelegt werden. Oder für den Laien-Sportler, wie mich, über den Winter wird weiter trainiert (und nicht Winterspeck angesetzt). Ausreden gibt es keine, schließlich sind mindestens drei Freunde und Arbeitskollegen angemeldet – alle aktuell schneller, sämtlichen Freunden und Bekannten wurde es erzählt und von allen gab es nur eine Reaktion “Respekt” – das motiviert.
Aus dem “ich gehe eine Runde Laufen” ist Training geworden. Um das Ziel Halbmarathon zu erreichen, wurden Maßnahmen abgeleitet, die es umsetzen gilt. Das hebt “das Training” auf ein sportlicheres Niveau und jede Leistungssteigerung wird vom inneren Schweinehund grinsend gewürdigt. Zum Beispiel heute Nachmittag. Bei herrlichem Herbstwetter lief es gut, 14km in etwa 1,5 Stunden. Kein Wettkampftempo, trotzdem sind nicht nur die Beine müde. Zwei Kilometer mehr als letztes Wochenende und neue Maximaldistanz.
Innerhalb der nächsten Monate muss ich mich deutlich steigern. Erstmal geht es mir um die Distanz, Grundlagen schaffen. Mindestens dreimal die Woche steht deshalb Laufen auf dem Programm, aktuell versuche ich eine nicht-läuferische vierte Einheit einzubauen. Funktioniert überhaupt nicht. Die Zeit fehlt oder [beliebige Ausrede einsetzen].
Dennoch, das Ziel  und der Ist-Zustand ist hinlänglich bekannt. Jetzt heißt es Ärmel hoch krempeln und Meter machen, damit ich am 28.3.2015 meinen ersten Halbmarathon finish.

Hart am Rad

Sonntag, strahlender Sonnenschein und überhaupt herrliches Wetter an der Burg. Wir waren mal wieder hart am Rad. Ein paar tolle Fotos, der klasse Fotografen am Ring.


Freue mich auf die kommende Saison. Hoffentlich bleibt uns die Nordschleife für die private Nutzung und als (Kultur-) Erbe unserer (automobilen) Geschichte erhalten! Lasst das Material und euch heile :-)

Der Nachtwandler – mehr Psycho-Thriller ist schwierig.

Der Nachtwandler von Sebastian Fitzek hält was das Marketing verspricht. Vor Beginn dieses Buches sollte man unbedingt sicherstellen, dass in den nächsten Stunden kein Gewitter gemeldet ist oder die Raumbeleuchtung nicht spontan ausfallen kann. Zur Sicherheit sollte man noch kurz hinter den Schrank im Schlafzimmer schauen, ob dort nicht eine eiserne Tür ist und bei der Gelegenheit auch direkt sämtliche Spiegel und Gemälde in der Wohnung auf etwaige Auffälligkeiten kontrollieren.

Wen die Kurzbeschreibung des Buches reizt, der wird zumindest hervorragend gut unterhalten.

Unfassbar fesselnd und nicht minder schaurig kommt der Nachtwandler daher. Wer ab und zu immer noch vom kleinen Mädchen träumt, dass aus dem Brunnen klettert, sollte dieses Buch meiden. Allen anderen viel Spaß damit. Ob nun ein verregnet, stürmischer Sonntag das richtige Ambiente ist, wage ich nicht zu beurteilen. Während des Urlaubs am Pool war es spannend genug, dass meine Frau auch am späten Abend noch ihre Ruhe hatte – sie schlief seelenruhig ein.

Mehr als 500km seit April gelaufen.

Dass ich mehr als 500km seit April gelaufen bin, weiß ich weil der Kundenservice von On Running mich letzte Woche danach gefragt hat. Die ganze Geschichte eines zufriedenen Kunden.

Nach einem dieser Tage schnürte ich abends meine Laufschuhe, um den Kopf frei zu bekommen und eine gemütliche Runde zu drehen. Die ersten Kilometer liefen gut und ich entschloss mich spontan die Runde um gute 2km zu verlängern. Bei Kilometer 7 wunderte ich mich über ein komisches Gefühl und ungewohntes Geräusch beim Auftreten. Okay, alte Knochen knacken, aber das war es dann doch nicht. Genervt vom Anblick einer sich auflösenden Schuhsohle überlegte ich auf den letzten Metern nach Hause, wann ich die Schuhe gekauft habe – Anfang April. Dank der zusätzlichen Kilometer fehlte mir die Motivation ungehalten zu reagieren und ich twitterte ein Bild der kaputten Sohle inkl. passendem Spruch an die Jungs und Mädels in der Schweiz.

Am anderen Morgen schlug der Takt des Arbeitslebens bereits deutlich und ich lass nur nebenbei, dass ich das Bild und eine kurze Beschreibung (inkl. gelaufener Kilometer, Untergrund und Kaufdatum) an den Kundenservice schicken solle. Wer ersetzt dir schon kaputt gelaufene Schuhe (auch wenn es offensichtlich nicht von guter Qualität zeugte), dachte ich mir und schrieb abends trotzdem eine Mail an den Kundenservice.

Gegen 10 Uhr morgens dann die Antwort einer freundlichen Mitarbeiterin, dass es ihr Leid täte und man mir die Laufschuhe (Kaufpreis rund 150€) natürlich ersetzen würde. Ich solle nur meine Adresse, Größe und gewünschte Farbe schicken und Sie gäbe es in die Post. Ich muss zugeben, das hatte meine Erwartungen übertroffen.

Heute kam das Paket mit meinem neuen Laufschuhen bereits an und zur Belohnung bin ich selbige dann auch erst einmal fix eingelaufen – hervorragende Idee!

Kleine Anmerkung
Jetzt mag man argumentieren, dass die Schuhe den Preis nicht wert seien, die Gewinnspanne das iPhone Niveau schlägt und überhaupt Laufen nicht nur meine Gesundheit, sondern auch die der Kinderarbeiter nachhaltig schädigen würde – ja auch ich habe mindestens ein Buch zur allgemeinen Betriebswirtschaftslehre im Schrank. Das soll auch gar nicht Thema sein. Ich fand den schnellen Ersatz nicht branchenüblich und kann es mir bei diversen, großen Sportartikel Herstellern auch nicht vorstellen, dass man ähnlich reagiert. Grüße in die Schweiz!