Eine Runde Ring am 1.Mai

Herrliches Wetter, Feiertag und eine neue persönliche Bestzeit 2014, aber ohne Video ist bekanntlich gar nicht passiert und deshalb hier eine Runde Onboard (9:19;72).

Lust auf mehr? Das Video gibt’s hier.

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Die Woche aus Sicht der Laufschuhe – Einstieg finden

Wer mit dem Rauchen aufhört, soll angeblich zu Entzugserscheinungen und stoffwechsel-bedingter Gewichtszunahme tendieren. Spontan hatte ich nach bereits intensiviertem Training vergangene Woche auch noch das Laufen begonnen. Wieso? Gute Frage!
Ausdauersport war bisher immer ein sportlicher Bereich, bei dem ich aufgrund plötzlich auftretender Schmerzen passen musste. Nicht falsch verstehen, ich bin gerne sportlich unterwegs, vor allem draußen und immer mit dem Fokus noch ein bisschen weiterzugehen. Nur bei diesen Laufdisziplinen fehlte mir bisher der Ehrgeiz… oder die Disziplin.
Aber wenn ich schon etwas ändere, dann könnte ich dies auch konsequent machen, dachte ich und zog vor gut zwei Wochen die Laufschuhe wieder an (außerdem harmonisiert Rauchentwöhnung und Lauftrainig perfekt – probiert es aus liebe Raucher!).
Der trainierte Läufer wird jetzt denken “klar, ist auch Frühling, gib ihm mal 2 Wochen, dann is(s)t er wieder Couch und Chips”. NEIN! Ich werde es so schnell nicht wieder dran geben (auch weil Laufschuhe nicht gerade günstig sind!).
Bewegung an der frischen Luft macht Spaß, bei schönem Sonnenschein sowieso. Laufen, wenn man es richtig macht, ist eine klasse Sportart (mein alter Sportlehrer wird spätestens jetzt Seitenstiche bekommen!). Man ist draußen, atmet frische Luft, die aktive Verarbeitung von Sauerstoff durch den Körper (Stichwort: VOmax) wird ebenso trainiert, wie das Herz-Kreislaufsystem und zu allem Überfluss tut man seiner Seele auch noch etwas Gutes – Laufen baut nämlich Stress ab; und das nicht zu wenig!
Was habe ich die letzten zwei Wochen erreicht?
Ziel Nr. 1 war es die 5km an einem Stück durch zu laufen – check.
TIPP: langsam anfangen, gezielt Gehen und Laufen abwechseln, nicht irritieren lassen und sein eigenes Tempo finden. Nach und nach den Gehen Anteil verkleinern und ganz wichtig – immer lächeln, muss ja keiner sehen, wie anstrengend das sein kann :-)
Ziel Nr. 2 war es eine Stunde am Stück zu laufen – diese Woche gepackt!
TIPP: auch hier gilt wieder langsam starten, immer schön auf den Körper hören (Extrem wichtig! Wenn es während des Laufens im Knie zwickt und man erst bei Kilometer zwei ist, nicht die 8 oder 10km laufen!). Idealerweise in der Laufbewegung bleiben, die Geschwindigkeit so anpassen, dass locker geatmet werden kann – spart im Zweifel die Pulsuhr und vermeidet Seitenstiche.
Am Anfang kommen die Erfolge noch schnell. Ich laufe die 5km mittlerweile entspannt durch und fühle mich danach richtig gut. Auch eine Stunde am Stück Laufen bereitet mir keine Schnap-Atmung mehr, schließlich habe ich diese Woche gleich zweimal derartige Distanz gelaufen.
Insgesamt waren es 4 Läufe, mit zusammen 25km innerhalb von 5 Tagen. Am Wochenende bleiben die Laufschuhe im Schrank. Beine und Gelenke brauchen eine Pause – Regeneration ist besonders am Anfang extrem wichtig für die anhaltende Gesundheit.
Ziel für nächste Woche: das Pensum mindestens beibehalten, auch wenn die Arbeit wieder ruft und ich nicht vormittags die Ruhe an den Ruhrwiesen genießen kann.

Derby ist wichtiger als Meistertitel

Heute, am 25.3.2014 trennten sich Borussia Dortmund und Herne West im Revierderby unentschieden. Nach 90+2 Spielminuten pfiff der Schiedsrichter eine tolles Derby beim Spielstand von 0:0 pünktlich ab. In München wurde man zu diesem Zeitpunkt vorzeitig deutscher Meister 2014 – schade, dass es nach der Saison keinen mehr interessiert hat.

Das Revierderby war ein höchst interessantes und temporeiches Spiel, mit mehr als einer vergebenen 100%igen Chance. Auf Augenhöhe waren die Blau-Weißen tatsächlich nie und spätestens in der zweiten Hälfte spielte nur noch ein Team. Es bestand Einigkeit und das war bemerkenswert.

Einigkeit bestand vor allem neben dem Platz. Alle waren sich einig, dass es im Revierderby – historisch bedingt – um mehr als nur Fußball ging. Alle wollten ein hochkarätiges Derby, alle wollten den Sieg, jeder Fußball-Fan hat heute gewonnen.

Gewonnen haben vor allem die Freunde des gepflegten Rasenkicks, denn es ging nur um Fußball und Spaß am Fußball. Vor, während und nach der Party (bis auf eine verdammte Ausnahme) blieb es friedlich! Friedlich – ohne Kravalle, Bilder von vermummten Chaoten, Bilder von Wasserwerfern und Eskalation.

So mögen wir unseren Fußball, mit dem Fokus auf das Wesentliche, weil “entscheidend ist auf’m Platz” (Adi Preißler).

P.S.: Glückwünsche an den FC Bayern München…

 

Header RuhrBot Labs

Blog Projekt: RuhrBot Labs

Was passiert, wenn Kinder mit Lego groß werden, als Jugendliche Video-Recorder auseinander schrauben (um mal zu gucken) und später z.B. defekte Kaffeemaschinen reparieren, weil “ja gar nicht so viel kaputt sein kann”? Irgendwann sind diese Kinder erwachsen und das abgeschlossene Studium wurde gefeiert. Zu hinterfragen, wie Dinge funktionieren und was man damit noch so alles anstellen kann, gehört zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.

Zwei Beispiele solcher Kinder sind heute Bauingenieur und Dipl.Kaufmann. Beide kennen sich seit Jahren und philosophieren immer noch gerne über die Technik unserer Zeit. Manchmal diskutieren sie die technischen Spezifikationen und wirtschaftliche Nutzung von RFID Chips und NFC. Hin und wieder tüfteln sie an 3D Druckern oder entwerfen Ideen, wie man Aquarien in Wohnzimmer Tische einbauen könnte. Es soll sogar vorkommen, dass sie verstörende Blicke auf Geburtstagsfeierlichkeiten ernten, nur weil sie ein praktisches Beispiel elektromagnetischer Felder im Alltag erörtern.

Irgendwann kommen die beiden dann auf die Idee und rufen ein Blog Projekt in Leben. Sie tauften es “RuhrBot Labs” und sind gespannt, wo die Reise hinführt.

 

Big Ben

Winter in London

Noah – eine wahre Geschichte in einer Geschichte

Wer kennt es nicht? Man kommt wieder zu Bewusstsein, weiß nicht wer man ist, wo man ist und woher man die Schusswunde in der Schulter hat. (Falls DU dich hier wieder findest, schalte am Wochenende mal einen Gang runter!)

Mit seinem Buch “Noah” wagt Sebastian Fitzek sich auf ein neues Terrain (soweit man der literarischen Welt glauben darf). Gefeiert und entsprechend kritisiert wird der Roman gerade deshalb. Die Kurzbeschreibung verspricht einen spannenden Katastrophen-Thriller mit Unterhaltungswert. Gründe genug um es lesen zu wollen.

Die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt: Mann der sich nicht mehr an seine Vergangenheit erinnert, rettet die Welt vor einem nicht vorstellbarem Massenmord, während er versucht heraus zu finden, wer er eigentlich ist. Die kurzen Kapitel enden alle auf dem Punkt, der Schauplatz wechselt und die fast hektische Geschichte geht weiter (die Tendenz zum Filmdrehbuch muss man mögen). Die Handlung erstreckt sich vom kalten Berlin, über die Slums in Manila und geheime Etagen in einem Krankenhaus des Vatikans an dessen Ende eine Audienz beim Papst steht, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten schon nicht so will, wie man gerne hätte – schließlich ist das eigentliche Problem global! Das eigentliche Problem ist der Mensch.

Während der Roman an einen schnellen (Agenten-) Thriller bester Hollywood Natur erinnert und ein echter Pageturner ist, wird der Leser durch die geschickt verflochtenen wahren Fakten und die eigentliche Geschichte in der Geschichte aufgerüttelt. Die Bevölkerung der westlichen Industrienationen konsumiert die endlichen Ressourcen des Planeten bis zur schieren Vergeudung, während Kinder, in den Slums derselben Welt, im Müll nach allem suchen, was irgendwie das Überleben ihrer Familie sichert. Diese Welt tickt nach einem System, welches exponentielles Wachstum voraussetzt und in dem Nachhaltigkeit ein Modewort ist. Was wäre nun, wenn zum Überleben der Welt, die Hälfte der Weltbevölkerung sterben müsste?

Der wahre Kern der Geschichte macht das Buch so interessant und vielseitig, dass ich es nur empfehlen kann.

P.S.: um tatsächliche Antworten auf die Frage nach den Grenzen des (exponentiellen) Wachstums bemüht sich der  Club of Rome.